2.02.2009

Telemarken, Snow-Tubing und Eiskiten – Neue Trendsportarten bringen Abwechslung für Wintersportbegeisterte

Wintersportbegeisterte müssen sich schon lang nicht mehr mit Snowboarden und Skifahren begnügen. Wer Abwechslung sucht, der findet sie, denn Experimentierfreudigen steht eine ganze Reihe kreativer Alternativen zur Verfügung – vom Big Foot fahren bis hin zum Eiskiten. Hier ist für jeden etwas dabei.

Wer Abwechslung sucht, doch der Piste treu bleiben möchte kann es z.B. mit Big Foot, Monoski oder Telemark versuchen. Die nur 64cm langen Big Foot sind tailliert wie Ski und hinten rund. Wer das nötige Gleichgewicht mitbringt, kann damit nicht nur fahren, sondern auch gehen, hüpfen oder tanzen.

Wer gerne mal nur ein Brett unter den Füßen hätte, anstelle zwei zu koordinieren, sollte einen Monoski ausprobieren. Der breite Ski ist ideal zum Tiefschneefahren und bietet guten Auftrieb, auch bei schlechten Schneeverhältnissen.

Das Urgefühl des Skifahrens lässt sich beim Telemarken nachvollziehen. Fast wäre es ausgestorben, und damit eine der ältesten Skitechniken überhaupt. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Plötzlich feierte das Telemarken ein Comeback und avancierte zur Winter-Trendsportart. Wie beim Langlauf ist nur die Spitze des Schuhs an der Bindung befestigt. Allerdings haben die Spezialschuhe eine Beugzone, damit der Trick mit dem Knicks auch richtig klappt.

Ganz ohne Bretter unter den Füßen kann man sich z.B. beim Snow-Tubing, Snow-Rafting oder Zorbing die Piste hinunter stürzen. Beim Snow-Tubing fetzt man auf einem aufgeblasenen Autoreifenschlauch den Hang hinunter. Manche Skigebiete haben für diese Winter-Trendsportart sogar eigene Parcours mit kleinen Sprungschanzen und überhöhten Kurven.

Auch beim Snow-Rafting ist der Adrenalin-Kick inklusive. Mit einem verstärkten Schlauchboot rast man mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h speziell präparierte Pisten hinunter. Das besondere daran – man kann das Erlebnis mit bis zu 12 Leuten teilen.

Wem das zu wenig Nervenkitzel bietet, der sollte es mal mit Zorbing versuchen. In einer aufgeblasenen Kunststoffkugel mit einem Durchmesser von circa drei Metern rollt man dabei über ausgewählte Hänge mit Gegenhang. Wer verrückt genug ist, sich darin einsperren zu lassen, dem ist ein Dreh- und Schwerelosigkeitsgefühl garantiert.

Zum Glück braucht man nicht für alle Winter-Trendsportarten einen Berg. Manche lassen sich auch auf dem Eis genießen. Zugefrorene Seen und Flüsse bieten das ideale Terrain zum Eissegeln, Eissurfen oder Eiskiten. Beim Eissegeln rast man, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h, in einer schmalen Zigarrenkiste mit einem Segel und auf drei Kufen, über das gefrorene Wasser.

Ähnlich verhält es sich beim Eissurfen. Auch bei dieser Winter-Trendsportart bewegt man sich auf Kufen fort, allerdings sind diese an der Unterseite eines speziellen Surfbretts angebracht, das dreieckig ist. Gelenkt wird das Ganze wie beim Windsurfen, mit einem Segel.

Die wohl spektakulärste Sportart auf dem Eis ist allerdings das Eiskiten. Mit Schlittschuhen, einem Wagen mit Kufen oder Ski unter den Füßen lässt man sich von einem Lenkdrachen ziehen. Mit bis zu 60 km/h rast man dabei über die spiegelglatte Eisfläche und macht hohe Sprünge, die durch den großen Auftrieb des Lenkdrachen ermöglicht werden.

Also, viel Spaß beim Ausprobieren!