10.05.2010

Sport gegen Rückenschmerzen

Laufen, die Natur genießen und gleichzeitig die Fitness steigern – besonders im Frühling und Sommer gehören Joggen, Walking und Nordic Walking zu den beliebtesten Sportarten. Kein Wunder, denn Laufen eignet sich gleichermaßen für Anfänger und Fortgeschrittene. Und auch auf den Rücken wirken sich die Aktivitäten positiv aus.

„So stärken Läufer nicht nur Bein- und Gesäßmuskulatur“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Münchner Orthopäde und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga. „Laufen baut auch die Rumpfmuskeln auf und sorgt dadurch für eine Stabilisierung der Lendenwirbelsäule.“ Welche Sportart sich für den  Einzelnen eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Im Vergleich zu Walking und Nordic Walking belastet Joggen Wirbelsäule und Gelenke am stärksten. Denn bei jedem Schritt wirken Stöße auf die empfindlichen Körperpartien. Passendes Schuhwerk, das auf hartem Untergrund für ausreichend Dämpfung sorgt, gehört deshalb zu den wichtigsten Utensilien beim Joggen. „Bei Untrainierten belasten ungewohnte Stöße die Wirbel und Bandscheiben besonders stark“, erklärt Dr. Schneiderhan. „Daher empfiehlt es sich, zu Beginn kurze Strecken zu wählen und Distanz sowie Tempo erst nach und nach zu steigern.“ Unterstützend wirkt dabei ein leichtes Aufbautraining für die Rumpfmuskulatur. Und auch der richtigen Lauftechnik sollte anfänglich erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden: Wer über die Füße möglichst optimal abrollt, schont Wirbelsäule, Gelenke und Wadenmuskulatur.
Im Gegensatz zum Joggen zählen Walking und Nordic Walking zu den schonenden Sportarten für die Wirbelsäule. Durch die gleichmäßigen Bewegungen wirken wesentlich geringere Stoßkräfte auf den Körper, weshalb sich diese beiden Disziplinen gut für Menschen eignen, die unter Rückenproblemen leiden. Beim Nordic Walking werden mithilfe der Stöcke zusätzlich Arm-, Brust- und Schultermuskulatur trainiert.

Quelle: orthopaede.com/openPR