Schlittenfahren ist ein beliebter Wintersport – zahlreiche Rodelstrecken locken jedes Wochenende unzählige Rodelbegeisterte in die Alpen. Das Rodeln den Berg hinab macht riesigen Spaß, kann aber auch gefährlich werden. Damit es beim Vergnügen bleibt, sollte man gut planen und sich auf der Strecke richtig verhalten.
Auf Bergtouren muss auch im Winter nicht verzichtet werden, denn zahlreiche Berge lassen sich auf Forststraßen gut erwandern und bieten zudem die Möglichkeit, rasant und mit viel Vergnügen auf dem Schlitten hinunterzufahren. Neben der Wahl einer geeigneten Rodelstrecke sind die richtige Ausrüstung und umsichtiges Verhalten auf der Rodelstrecke wichtig. Wenn man vorhat, eine winterliche Bergtour mit einer Schlittenfahrt abzuschließen, dann sollte man sich im Internet über die Schneeverhältnisse vor Ort informieren. Ist nicht genügend Schnee vorhanden, zieht man den Schlitten umsonst auf den Berg. Wenn die ausgewählte Forststraße regelmäßig vom Auto des Hüttenwirts befahren wird, kann es sein, dass der Schneebelag zu wünschen übrig lässt.
Klassische Holzschlitten eignen sich zum Bergabfahren besser als Kinderbobs. Ist Neuschnee, der noch nicht platt gewalzt wurde, auf der Rodelstrecke kommt man mit einem solchen Schlitten schlecht vorwärts. Auch diejenigen, die möglichst schnell gen Tal fahren wollen, sind mit einem Rennrodel besser beraten.
Die richtige Sportkleidung ist zu jeder Jahreszeit, aber besonders bei Minusgraden entscheidend. Auch bei milden Temperaturen sollten dicke Skihandschuhe – auch als Schutz vor Verletzungen – eine warme Mütze und eine winddichte Jacke mitgenommen werden, damit man den Fuß des Berges nicht als Eiszapfen erreicht. Eine Snowboardhose oder eine warme, wasserdichte Überhose ist ebenfalls sinnvoll. Festes, wasserdichtes Schuhwerk und Gamaschen sind sinnvoll, da beim Bremsen viel Schnee auf Schuhe und Beine spritzt. Immer dabeihaben sollte man eine Stirnlampe. Im Winter kann es schnell passieren, dass man in die Dämmerung kommt und wenn die Rodelstrecke durch Wald führt, wird es ohne Beleuchtung schwierig, den Weg zu erkennen.
Gerade auf gut besuchten Rodelstrecken sollte man beim Aufstieg gut aufpassen und möglichst am Rand gehen, da ständig Schlitten unvermittelt von oben herabschießen können. Damit man selbst beim Rodeln gehört wird, sind Glöckchen am Schlitten sehr zu empfehlen. Beim Aufstieg sollte man nicht vor einer Kurve Rast machen, da von oben herabfahrende Schlittenfahrer einem zu spät erkennen.
Das Kurvenfahren will gelernt sein – gerade wenn man etwas unsicher ist, sollte man vor den Kurven möglichst langsam werden oder am besten absteigen. Oft sind die Kurven eng und ungesichert. Wer in der Kurve zu viel Tempo hat, schießt schnell von der Piste. Da neben der Piste oft steile, felsige Abhänge und Bäume sind, kann dies zu schweren Verletzungen führen. Häufig sind die Rodelstrecken stellenweise vereist. Mit dem Schlitten kommt man auf eisigen Strecken oft besser vom Berg herunter als zu Fuß, man sollte aber unbedingt beachten, dass der Schlitten auf Eis wesentlich schwerer gebremst werden kann. Man sollte den Ernstfall einer Vollbremsung auf Eis unbedingt an einer ungefährlichen Wegstelle üben.
